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PM: Erfolgreiche Besetzung beendet

19.9.2020, 18.30 Uhr

20 Friedens-Aktivist*innen haben heute ihre Besetzung des Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) beendet. Sie wollten mit ihrer Aktion auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam machen. Die Bundeswehr musste ihre militärischen Übungen einstellen.

Die Gruppe war zu Fuß am gestrigen Tag auf das Gelände gelangt und hatte dort angefangen eine bunte Siedlung zu errichten. Zelte wurden ausgepackt, eine Leseecke mit mitgeführten Büchern eingerichtet; ein Pfad des Friedens und Beete angelegt. Erst nach einiger Zeit wurden die Besetzer*innen von Feldjägern entdeckt. Als Reaktion musste die Bundeswehr die Militärübungen stoppen, da es Unsicherheit gab, wie viele Aktionsgruppen noch auf dem Platz seien.

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PM: Besetzung des Truppenübungsplatzes dauert an

19.9.2020, 8:30 Uhr

Seit fast 24 Stunden halten Kriegsgegner*innen der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ das kleine ehemalige Heidedorf Salchau im Herzen des militärischen Übungsgeländes besetzt.

Am gestrigen Vormittags war es der Gruppe ohne Schwierigkeiten gelungen, den Platz zu betreten. Sie besiedelten Salchau und verbrachten den Tag mit Workshops, Lesungen, Einrichten einer Leseecke und legten einen Friedenspfad aus. Die Bundeswehr stoppte ihre Übungen, die Polizei stellte Personalien fest. Trotzdem verbrachten die 20 Besetzer*innen die Nacht vor Ort unter freiem Himmel Salchau.

Sie protestieren damit gegen die Kriegsvorbereitungen, die von diesem Platz ausgehen und fordern die sofortige Schließung des GÜZ (Gefechtsübungszentrum) und die Rückgabe der Colbitz-Letzlinger Heide an die Bevölkerung.

PM: Aktivist*innen besetzen Truppenübungsplatz Altmark

18.9.2020, 10:15 Uhr

Bundeswehr muss Kriegsübung stoppen
20 Antimilitarist*innen haben am Vormittag das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) besetzt, um auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam zu machen. Jährlich üben hier mehr als 20.000 Soldat*innen aus vielen Nato-Mitgliedsstaaten den Kampfeinsatz im Ausland. „Krieg beginnt hier“ steht auf einem der Banner.

Die Aktivist*innen gelangten fast ungehindert auf den 230km² großen Truppenübungsplatz. Ihr Ziel war das ehemalige Heidedorf Salchau, dass 1936 für die Truppenübungsplatznutzung weichen musste. Sie hängten Wäsche auf, begannen den Boden zu beackern. „Wir machen diesen Ort wieder lebendig und damit schützenswert, wie die gesamte Colbitz-Letzinger Heide“ so Helmut Adolf. „Und gleichzeitig erinnern wir an alle Menschen, die wegen militärischer Konflikte Flucht und Vertreibung erleiden mussten“ ergänzt Fedele Friede.

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Der Campaufbau hat begonnen!

Die ersten von uns sind in Gedelitz angekommen und bauen unser Aktionscamp auf! Immer mehr Infrastruktur entsteht: Zelte, Toiletten, Küche… und all das mit Corona-Abstand.

Hier gibts einen kleinen Gruß von unserer Aktionsunterstützung:

PM: Gesungenes Schlusswort im Anti-Kriegs-Prozess

8.9.2020: Am heutigen Dienstag wurden zwei Aktivist*innen aus Stendal und Flensburg vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ bzw. 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betraten sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören.Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand 20 Bonner*innen und Antimilitarist*innen, die für den Prozess aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.

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Was hat das mit Klimagerechtigkeit zu tun?

Wir betonen immer wieder, dass wir uns mit unserer Aktion auch für Klimagerechtigkeit engagieren wollen. Aber was hat das GÜZ überhaupt mit Klimagerechtigkeit zu tun?

Hier sind einige (unvollständige) Antworten auf diese Frage:

  • Die klimaschädliche Braunkohleindustrie und der militärische Komplex nutzen ähnliche Mittel, um ihre Interesse durchzusetzen: Nicht nur für Braunkohletagebaue werden Dörfer umgesiedelt, sondern auch für und durch das Militär. So wurden in den 30er Jahren die drei Dörfer Paxförder, Salchau und Schnöggersburg für den Truppenübungsplatz Altmark zerstört.
  • Mit ihren emissionsreichen Übungen (unter anderen am dem GÜZ) trägt das Militär zur Klimakrise bei. In den letzten Jahren gab es mehrmals Moorbrände auf Truppenübungsplätzen, die durch die Bundeswehr ausgelöst wurden. Dabei wurden riesige Mengen and CO2 freigesetzt. Auch bei Flugübungen mit Tornados werden Unmengen an CO2 ausgestoßen.
  • Krieg und Klimakrise sind die häufigsten Fluchtursachen. Sie bedingen und verstärken sich gegenseitig.
  • Wofür geben wir als Gesellschaft Geld aus? Die Kriegsübungsstadt Schnöggersburg auf dem Truppenübungsplatz Altmark hat mehr als 140 Millionen € gekostet. Dieses Summe hätten wir stattdessen für Forschung, Bildung und Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes ausgeben können.

Wir sind solidarisch mit der Klimagerechtigkeitsbewegung und sehen unsere antimilitaristische Aktion als wichtiges Element im Kampf für mehr Klimagerechtigkeit. Deswegen haben wir unsere Aktion terminlich auch extra so gelegt, dass Aktivist*innen nach unserer Aktion ganz entspannt zu den Aktionstagen von Ende Gelände im Rheinland fahren können. Auf dass sich unsere Bewegungen gegenseitig verstärken.

Für ein Klima des Friedens!

Videoreihe gestartet

Ein paar Wochen vor der Aktion wollen wir noch mal deutlich machen, warum Ziviler Ungehorsam gegen Kriegsübungen notwendig und legitim ist. Deswegen haben wir einige Menschen gefragt, warum sie sich an unserer Aktion beteiligen oder sie unterstützen. Die Antworten veröffentlichen wir nach und nach in kleinen Mobi-Clips, die ihr gerne verbreiten dürft!

#1 Naturparks statt Truppenübungsplätze
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Spendenaufruf: Wir brauchen eure Unterstützung!

Liebe Freund*innen des Antimilitarismus,

Die Notwendigkeit, in diesen Zeiten fühlbaren Widerstand zu leisten, ist sicher bei Euch unumstritten. Deshalb werden wir die Tradition der letzten Jahre, das GÜZ-Gelände zu besetzen und unsere Alternative zu Militärübungen und Kriegsführung öffentlich einzuklagen, auch in diesem Jahr vom 16. -21. September fortsetzen, und zwar mit möglichst vielen Menschen. Diese Aktion wird seit Monaten von einer größeren Organisationsgruppe vorbereitet.

In Zeiten von Corona ist allerdings manches anders und komplizierter als in früheren Jahren. Unser sorgfältig ausgearbeitetes Konzept erfordert leider auch mehr finanzielle Mittel für Anreise, für aufwändige Infrastruktur nach Hygienegesichtspunkten, Materialkosten, für erforderliche Fahrzeuge, um beweglich und mobil zu bleiben. Diese leider notwendigen finanziellen Mittel übersteigen aber die Möglichkeiten der einzelnen beteiligten Aktivist*innen, zumal sich besonders viele jüngere Menschen beteiligen.

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Kommende Veranstaltungen

In den nächsten Tagen stehen spannende Veranstaltungen in unterschiedlichen Orten an. Kommt zahlreich!

MAGDEBURG: Am 21. August um 18 Uhr gibt es im in:takt in Magdeburg eine Infoveranstaltung zu unserer Aktion. Zusätzlich dazu informiert die BI Offene Heide über ihren Nachholtermin für den Ostermarsch.

SALZWEDEL: Am 22. August um 19 Uhr gibt es im Café Kuckuck in Hoyersburg eine Infoveranstaltung zu unserer Aktion: https://www.cafe-kuckuck.de/ziviler-ungehorsam-gegen-kriegsvorbereitungen/

MECKLENBURG: Am 30. August von 11-16 Uhr veranstalten wir ein offenes Aktionstraining. Es findet auf dem Olgashof bei Dorf Mecklenburg statt. Wenn ihr teilnehmen wollt, meldet euch bitte unter kontakt@gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de an.