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Erste Bußgeldbescheide – Infos zum Umgang damit

Zurzeit trudeln vermehrt Bußgeldbescheide ein, die sich auf die Aktionen im letzten Sommer am GÜZ beziehen. Die Bußgelder, die darin vom Verteidigungsministerium verhängt werden, sind unterschiedlich hoch. Allerdings bisher alle höher als in den letzten Jahren und höher, als von uns erwartet. Sie gehen bis 500 € Geldbuße plus Gebühren und Auslagen.

Wir schließen daraus, dass wir der Bundeswehr durchaus ein Dorn im Auge sind. Dass sie Exempel statuieren möchte, dass sie den Protest gegen das Gefechtsübungszentrum durch hohe Bußgelder zum Schweigen bringen will. Mensch könnte es aber auch so sehen: Es geht um was – für alle Beteiligten. Und es lohnt sich, für diese Sache vor Gericht zu ziehen, Öffentlichkeitsarbeit zu machen und noch viele Menschen von dem Wahnsinn des GÜZ zu überzeugen.

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Empfehlungen zum Umgang mit Anhörungsbögen

Zurzeit werden vom Bundesministerium der Verteidigung Briefe versendet, in denen Einzelnen von uns das widerrechtliche Betreten des Truppenübungsplatzes Altmark „im Rahmen eines Protestcamps“ vorgeworfen wird. Weiter heißt es in den Schreiben, dass dieses Handeln den „Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit (…) erfüllt“.

Den Empfänger*innen dieses Briefes wird die Gelegenheit gegeben sich zu äußern.

Nun fragen sich sicherlich viele: Soll ich das machen oder nicht?

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Pressemitteilung: Besetzung des Gefechtsübungszentrums zufrieden beendet

Nach acht Stunden haben die 50 TeilnehmerInnen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen ihre Besetzung des Truppenübungsplatzes Altmark offiziell und feierlich um 17 Uhr beendet. Allerdings wollte die Polizei noch sämtliche Personalien aufnehmen, was weitere drei Stunden in Anspruch nahm. Zehn Mitglieder der Gruppe beschlossen daraufhin, den Platz doch nicht freiwillig zu verlassen.

Die Gruppe hat einen lebensfrohen Tag in der Heide verbracht – mit Musik und Tanz, Geschichten und Entspannung: „Wir beleben den Platz, der sonst für Kriegsübungen genutzt wird, mit unserer Kreativität und Lebensfreude“, hieß es aus der Gruppe, die die Schließung des Gefechtsübungszentrums Heer und des Truppenübungsplatzes Altmark fordert.
Pressefotos stehen zum Download zur Verfügung.

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Höhepunkt der Besetzungstage der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen

Zum dritten Mal in der Campwoche des War-Starts-Here-Camps konnte eine Gruppe von 60 Mitgliedern der gewaltfreien Aktionsgruppe den Militärbetrieb auf dem Truppenübungsplatz Altmark stören.

Um 8.00 Uhr überschritten sie die Grenze des militärischen Sicherheitsbereiches in der Nähe von Born bei Haldensleben. In einem bunten Zug wanderten sie in das Truppenübungsplatzgelände hinein, begleitet von der Polizei, die sie jedoch nicht aufhalten konnte. „Wir haben unser Kreativlager auf einer wunderschönen Heidefläche aufgeschlagen” berichtet Jan Stehn, der Pressesprecher der Gruppe.

Mit verschiedenen Aktivitäten setzten sie Zeichen des Lebens auf dem Militärgelände: Friedenslieder erklangen, und unter dem Motto „Flöten üben statt Töten üben“ wurden Blockflötenunterricht erteilt. Die mobile Hebammenpraxis von Katja Tempel und die Änderungsschneiderei von Claudia Schwarz wurden erneut eröffnet.

Einige Clowns der Clownsarmee begleiteten die Gruppe und überzogen alles, was sich ihnen in den Weg stellte, mit flapsiger Lebensfreude: „Als Mitglieder der Armee bestehen wir auf unserem Recht, in Schnöggersburg eine Runde mit der einzigen U-Bahn in Sachsen Anhalt zu fahren.“ erläuterten sie.

Pressemitteilung: Räumung der 2. Platzbesetzung – Demonstranten besetzen anschließend Panzerstaße und kommen in Gewahrsam

Um 17:15 Uhr, eine Stunde nachdem sich 30 Teilnehmer der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen mit ihren Zelten in der Nähe der Panzerstraße auf dem Truppenübungsplatz niedergelassen hatten, wurde von Feldjägern der Bundeswehr die Aufforderung zur Räumung des Geländes verkündet.
Aktuelle Fotos dazu finden Sie hier: Pressebilder.
Die Räumung wurde dann wie gestern von der Polizei durch Wegtragen durchgeführt.

Nach der Räumung und Personalienfeststellung setzten sich die FriedensaktivistInnen auf die Panzerstraße und besetzten damit die Nord-Süd-Route des Truppenübungsplatzes. Die Polizei drohte die Ingewahrsamnahme der Demonstranten an. Die BlockiererInnen antworteten mit dem bekannten Lied “Kleiner Jonny” aus der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung: “Hast du deine Zahnbürste dabei, du wirst sie heute noch gebrauchen. Man sperrt heut noch viele Menschen ein, die gegen Unrecht sind.
Man sperrt heut noch viele Menschen ein, die gegen Unrecht sind.“ – See more at: http://www.bennisblog.de/?p=1067#sthash.aXTwQAGm.dpuf
” Inzwischen sind 15 Menschen in Polizeigewahrsam genommen.

Zeitgleich findet am Eingang des Truppenübungsplatzes am Jägerstieg eine angemeldete Kundgebung statt: Motto “Jägerstieg ohne Schranken” – in Anspielung auf die Absperrung des Militärplatzes, womit diese früher öffentlich zugängliche Verbindung zwischen Neuenhofe und Colbitz versperrt wird.

2. Besetzung (20.8.2014), Foto: Jens Volle / Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen

GÜZ zum zweiten Mal besetzt

Am Mittwoch wurde das GÜZ ist erneut von 30 Menschen am Jägerstieg nahe der zentralen Panzerstraße besetzt. Zelte wurden auf und neben der Straße aufgebaut.

Nachdem Polizei und Feldjäger die Besetzung geräumt hatten, erlitten 15 Aktivisten auf dem Rückweg mitten auf der Panzerstraße einen kollektiven Schwächeanfall, was zu einer erneuten Blockade führte. Diese Gruppe wurde zunächst auf der Panzerstraße in Freiluft-Gewahrsam genommen und einige Stunden später mit einem Bundeswehr-Bus vom Platz gefahren, wo sie freigelassen wurden.

Weiter Infos sind in den Pressemitteilungen zu finden.

Pressemitteilung: Die Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen setzt ihren Zivilen Ungehorsam fort!

Nach dem erfolgreichen Verlauf der gestrigen Besetzung des Truppenplatzes Altmark sind die Friedensfreunde und KriegsgegnerInnen heute erneut vom War-Starts-Here-Camp aus gestartet und wandern über den Jägerstieg durch den Wald des Militärgeländes, vorweg fährt ihnen ein gepanzertes Fahrzeug der Bundeswehr – sie werden aber nicht aufgehalten. Ziel der AktivistInnen ist die sogenannte Panzerstraße, die den Platz in Nord-Süd-Richtung teilt.

Mit Lesungen, dem Bau von Vogelkästen, einer Hebammenpraxis und einer Schneiderwerkstatt will die Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen kreativ und einfallsreich gegen die Kriegsübungen des Gefechtsübungszentrums Heer demonstrieren.

Gestern hatte die Bundeswehr nach 6 Stunden Besetzung die Polizei gerufen, um die FriedensaktivistInnen vom Gelände des Truppenübungsplatzes räumen zu lassen, die sich dort niedergelassen hatten, wo sich ehemals die Siedlung Paxförde befand.

Die Gruppe im Alter von 16 bis 65 Jahren ist entschlossen weiter mit Zivilen Ungehorsam und konstruktiven Aktionen ihren Protest und Widerstand gegen Bundeswehreinsätze im Ausland und Abschaffung des Gefechtsübungszentrums deutlich zu machen.

Eingeladen wird heute zu einer Lesung auf dem Platz des Truppenübungsgeländes: Von Klassikern wie “Rotkäppchen” (die sich unerlaubt aber mit besten Absichten in den Wald begibt) bis hin zu schweren aber historisch aktuellen Stücken aus “Im Westen nichts Neues” werden erfahrene Vorleser einiges im Repertoire haben. “Gewalt erzeugt Gegengewalt. Dem will ich Worte entgegensetzen. Auf der Heide, auf dem Truppenübungsplatz, inmitten der Manöver, bei denen Soldaten das Töten üben sollen.” so Falko Berkemeier einer der Vorleser.

Jan Stehn – Pressesprecher der Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen
0151-20 61 57 45
presse@gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

Pressemitteilung: Gewaltfreie Platzbesetzung von der Polizei geräumt

Sechs Stunden hielten etwa 50 AktionsteilnehmerInnen von 16 bis 65 Jahren einen Platz in der Nähe einer militärische Sendestation im südlichen Teil des Truppenübungsplatzes Altmark besetzt. Oberst Gunter Schneider, Leiter des Gefechtsübungszentrums, ließ sich nicht nehmen, sich selber ein Bild von der friedlichen Aktion zu machen, die über viele Stunden nur von einigen Feldjägern beäugt wurde. Jan Stehn las aus dem Kriegstagebuch seines Opas Hugo Stehn vor, der vor hundert Jahren im August im deutschen Heer nach Belgien und Frankreich einmarschiert war – ein Dokument, das in erschreckenden Kriegsszenen die Sinnlosigkeit und Grausamkeit des Krieges zeigt.

Um 17.15 Uhr rückte die Bereitschaftspolizei an und forderte die Räumung der Gewaltfreien Aktion. Um 17:30 Uhr begann die Räumung der etwa 30 AktivistInnen, die sich ruhig auf den Boden niedergelassen hatten. Andere hatten vorher den Platz verlassen, um einer Personalfeststellung zu entgehen. Die PolizistInnen trugen die Pazifisten und Antimilitaristen zu ihren Fahrzeugen. Die Festgenommen erhielten einen sechstägigen Platzverweis, der sich auf ein Umfeld des Truppenübungsplatzes von zum Teil sieben Kilometer erstreckt. Über eine Stunde zog sich die Räumung hin. Drei Personen wurden zur Personalienfeststellungvon der Polizei nach Magdeburg gefahren.
„An der direkten Reaktion von Seiten der Bundwehr zeigt sich, wie zugespitzt der Konflikt um das Kriegstraining auf dem Gefechtsübungszentrum inzwischen ist“, meint Berthold Keunecke, Pfarrer aus Herford, und ergänzt: „Die Polizei ist bei der Räumung des Geländes aber respektvoll mit uns umgegangen.“

Katja Tempel resumiert für die Gewaltfreie Aktionsgruppe GÜZ abschaffen: “Dies war eine gelunger Auftakt zu unserer mehrtägigen Besetzung. Wir haben gezeigt, dass wir die Grenzen des Truppenübungsplatzes nicht achten und unsere Forderung nach Schließung des Platzes direkt vor Ort zum Ausdruck bringen können.”

Aktuelle Pressefotos können hier heruntergeladen werden.

Jan Stehn – Pressesprecher der Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen
0151-20 61 57 45 auf dem Platz, falls Funkloch: 0160-6637306
presse@gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de