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Pressemitteilung: Mobile Hebammenpraxis auf GÜZ

Eine freiberufliche Hebamme hat seit heute eine mobile Hebammenpraxis auf dem Truppenübungsplatz Altmark eröffnet. Diese Praxiseröffnung findet im Rahmen der gewaltfreien Besetzung durch eine Aktionsgruppe statt.

Die Hebamme, die sonst in Niedersachsen in der Vor-und Nachsorge von Schwangeren und Wöchnerinnen arbeitet, begründet diese Zweigstelle so:

„Ich möchte dem militärischen Denken etwas entgegenstellen: Nicht Töten üben, sondern Leben schenken ist notwendig“, so Katja Tempel. Die alte Devise „Make love (and babies) – not war“ ist aktueller denn je.

„Wir widmen diesen Platz um und nutzen ihn für das, was wirklich wichtig ist: Raum für lebendiges Wachstum von Babys, Kindern und Eltern zu geben. Ideal könnte dieser große Platz doch als Erlebnisort für Familien genutzt werden – wenn das GÜZ wieder ausgezogen ist.“

Schwangere Frauen, die ihre nächste Schwangerenvorsorge bei der Hebamme machen möchte oder Schwangerschaftsbeschwerden haben, werden kompetent beraten. Auch Frauen, die schon geboren haben und Fragen zum Stillen oder zur Babyernährung haben, finden eine professionelle Ansprechpartnerin. Herztöne abhorchen, Blutdruckmessungen, Urinkontrollen, Lage des Kindes im Bauch bestimmen: Alle diese Untersuchungen können ab jetzt bis Samstag, den 23.8.2014 vor Ort vorgenommen werden.

Terminabsprachen sind nicht notwendig, da die Hebamme für alle Frauen (und natürlich auch betroffene Väter) tagsüber ab Sonnenaufgang zur Verfügung steht. Die Praxis schließt, wenn das Tageslicht nicht mehr ausreichend ist, um den Bauch abzutasten.

Erreichbar ist die Hebamme auch mobil unter 0160- 44 00 206.

Pressemitteilung: Truppenübungsplatz besetzt – Militärbetrieb gestört

Um 5 vor 12 Uhr hat die Gewaltfreie Aktionsgruppe GÜZ abschaffen die Grenze des Truppenübungsplatzes Altmark bei Hillersleben übertreten.

Es war gar nicht so schwer: Obwohl sich die Aktiven intensiv auf eine Begegnung mit Wachleuten, Polizisten oder sogar Feldjägern vorbereitet hatten, hat niemand bemerkt, wie die gewaltfreien AktivistInnen die Grenze zum GÜZ überschritten. So konnte die Gruppe von ca. 50 Mitgliedern gemeinsam zwei Kilometer in das Militärgelände hinein gehen. Auf einem von Pappeln und Heide geprägten Platz haben sie begonnen ihre Zelte aufzustellen.

Die Gewaltfreie Aktion befindet sich jetzt hier: N.52.29390 E11.49365, ca 2,4 km nördlich von Hillersleben auf dem Truppenübungsplatz. (siehe Karte)

Mit sichtlich guter Laune begannen TeilnehmerInnen, sich auf dem Truppenübungsplatz einzurichten. Transparente werden von Baum zu Baum gespannt und zeigen die Forderung der Platzbesetzer: ‚Kriegsvorbereitung beenden – Gefechtsübungszentrum schließen‘.

Der Platz, auf dem die Zelte aufgestellt worden sind, befindet sich im Siedlungsgebiet des ehemaligen Ortes Paxförde. „Diesen Namen, der das lateinische Wort für Frieden beinhaltet, weist auf die Zielrichtung unserer Besetzung hin: Die Förderung des Friedens. Wo das Militär in seiner Aktivität eingeschränkt wird, eröffnen sich Möglichkeiten der friedlichen Konfliktbearbeitung“ – so Pressesprecher Jan Stehn.

Die Aktionsgruppe weist auch darauf hin, dass gerade dieses Gebiet seit langem zurück in die zivile Nutzung überführt werden sollte. Mit dem sogenannten „Heidekompromiss“ von 1997 wurde der erneuten militärischen Nutzung der Heide nach Abzug der GUS-Streitkräfte der Weg bereitet, aber der südliche Teil sollte 2006 der militärischen Nutzung entzogen werden. U.a. um mit dieser damals zugesagten Entmilitarisierung des Südteils endlich zu beginnen, führt die Aktionsgruppe die mehrtägige Besetzung durch.

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf und kommen Sie zur Aktion dazu!

Jan Stehn – Pressesprecher der Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen
0151-20 61 57 45, falls Funkloch: 0160-66 37 306


Pressemitteilung: Truppenübungsplatz besetzt – Militärbetrieb gestört

Um 5 vor 12 Uhr hat die Gewaltfreie Aktionsgruppe GÜZ abschaffen die Grenze des Truppenübungsplatzes Altmark bei Hillersleben übertreten.

Es war gar nicht so schwer: Obwohl sich die Aktiven intensiv auf eine Begegnung mit Wachleuten, Polizisten oder sogar Feldjägern vorbereitet hatten, hat niemand bemerkt, wie die gewaltfreien AktivistInnen die Grenze zum GÜZ überschritten. So konnte die Gruppe von ca. 50 Mitgliedern gemeinsam zwei Kilometer in das Militärgelände hinein gehen. Auf einem von Pappeln und Heide geprägten Platz haben sie begonnen ihre Zelte aufzustellen. Weiterlesen

Blog: Aktionstraining

von Jan Stehn

Während das Wetter sich zwischen kleinen Schauern, einer ordentliche Brise Wind und lachender Sonne nicht so richtig entscheiden kann, übten 40 Leute beim Training schnelle Entscheidungsfindung, etwa die Frage soll zum festgesetzten Zeitpunkt zur Aktion aufgebrochen oder noch auf Nachzügler gewartet werden. Weiterlesen

Blog: Aktionsvorbereitung beginnt

von Jan Stehn

Gestern Abend: Holger Isabel, von der Rechtshilfe, gibt uns eine erste lebendige Einführung in Rechtsfragen zur Gewaltfreien Aktion: Durch Wald und über Wiesen zu wandern wird zur Ordungswidrigkeit, wenn wir die weißen Schilder „Militägelände – Betreten verboten“ ignorieren, die die Grenze des Truppenübungsplatzes markieren, der übrigens die größte zusammenhängende Heidefläche Mitteleuropas beherbergt. Weiterlesen

Blog: Ankunft beim War-Starts-Here-Camp

von Jan Stehn

Die Rucksäcke sind voll beladen, mit allem was gebraucht wird, um einige Tage auf dem Truppenübungsplatz Altmark ausharren zu können. Im Zug verfolge ich die aktuelle Diskussion um „deutsche Verantwortung“ angesichts der grausam eskalierten Kriegssituation im Irak. Ich frage mich: Noch mehr Waffen in diese Kriegsregionen schicken? Vielleicht sollten besser die deutsche Rüstungsexporte an Kuwait und Saudi-Arabien – Panzer, Sturmgewehre, … – gestoppt werden Weiterlesen

Besetzen – aber wie?

Platzbesetzung in Kontakt mit bewaffneten Wachleuten? Wie kann das gehen?

Gewaltfreie Aktionen gelten in manchen Einschätzungen dann als gewaltfrei, wenn es gelingt, im direkten Gegenüber kein gewalttätiges Handeln zu provozieren. Dies ist ein sehr enger Begriff von Gewaltfreiem Handeln in der politischen Aktion. Doch macht er deutlich, was unser Bestreben beim Begehen des Platzes sein sollte:
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Neuer Camport: Potzehne

Nachdem der Verpächter der Campfläche die Camperlaubnis in Brunkau wieder zurückgezogen hat, steht nun fest, dass der alte Zeltplatz aus den letzten zwei Jahren wieder der neue wird. Dort gibt es allerdings eine eher skeptische Nachbarschaft und wir sollten wahrscheinlich während des Camps freundlich und offen auf die Menschen von uns aus zugehen, um Vorbehalte, Ängste oder Ablehnung zur reduzieren. Weiterlesen