Der Truppenübungsplatz

Nördlich von Magdeburg in Sachsen-Anhalt liegt die dünn besiedelte Colbitz-Letzlinger Heide. Seit 1935 werden in dieser Landschaft Soldat*innen auf Kriegseinsätze vorbereitet. Zuerst durch die Wehrmacht, dann durch die Rote Armee und heute durch die Bundeswehr und Kräfte der NATO.

Das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) bei Letzlingen ist mit seinen 232 km² und der genutzten Technik einer der modernsten Truppenübungsplätze der Welt. „Gefechtssituationen“, zu Fuß und mit Panzern, werden einsatznah dargestellt und per Übertragungstechnik an die Auswertezentrale übermittelt, überwacht und bewertet. Fast täglich üben dort mehrere hundert Soldat*innen für ihre tötenden Einsätze weltweit.

Bewusst werden die Landschaft vegetationsarm gehalten und Übungsdörfer im Stil der Einsatzgebiete gestaltet. Im nördlichen Zentrum des Platzes wurde für ca. 140 Millionen Euro ein Feldflughafen und die Kampfstadt „Schnöggersburg“ gebaut. Dort gibt es Wohn- und Hochhäuser, Straßen, U-Bahn-Tunnel, ein Industriegebiet, … Ein Angriffsziel das es überall in der Welt geben kann – auch in Deutschland.

Mit ihrem emissionsreichen Übungen gehören die militärischen Einheiten, die auf dem Truppenübungsplatz trainieren, zu den größten Klimakillern. Nicht nur direkt vor Ort in der Heide, sondern auch weltweit. Damit ist das GÜZ ein Symbol für ein zukunftsvergessenes Handeln, dem es etwas entgegenzusetzen gilt.