Pressemitteilung: Truppenübungsplatz besetzt – Militärbetrieb gestört

Um 5 vor 12 Uhr hat die Gewaltfreie Aktionsgruppe GÜZ abschaffen die Grenze des Truppenübungsplatzes Altmark bei Hillersleben übertreten.

Es war gar nicht so schwer: Obwohl sich die Aktiven intensiv auf eine Begegnung mit Wachleuten, Polizisten oder sogar Feldjägern vorbereitet hatten, hat niemand bemerkt, wie die gewaltfreien AktivistInnen die Grenze zum GÜZ überschritten. So konnte die Gruppe von ca. 50 Mitgliedern gemeinsam zwei Kilometer in das Militärgelände hinein gehen. Auf einem von Pappeln und Heide geprägten Platz haben sie begonnen ihre Zelte aufzustellen.

Die Gewaltfreie Aktion befindet sich jetzt hier: N.52.29390 E11.49365, ca 2,4 km nördlich von Hillersleben auf dem Truppenübungsplatz. (siehe Karte)

Mit sichtlich guter Laune begannen TeilnehmerInnen, sich auf dem Truppenübungsplatz einzurichten. Transparente werden von Baum zu Baum gespannt und zeigen die Forderung der Platzbesetzer: ‘Kriegsvorbereitung beenden – Gefechtsübungszentrum schließen’.

Der Platz, auf dem die Zelte aufgestellt worden sind, befindet sich im Siedlungsgebiet des ehemaligen Ortes Paxförde. „Diesen Namen, der das lateinische Wort für Frieden beinhaltet, weist auf die Zielrichtung unserer Besetzung hin: Die Förderung des Friedens. Wo das Militär in seiner Aktivität eingeschränkt wird, eröffnen sich Möglichkeiten der friedlichen Konfliktbearbeitung“ – so Pressesprecher Jan Stehn.

Die Aktionsgruppe weist auch darauf hin, dass gerade dieses Gebiet seit langem zurück in die zivile Nutzung überführt werden sollte. Mit dem sogenannten „Heidekompromiss“ von 1997 wurde der erneuten militärischen Nutzung der Heide nach Abzug der GUS-Streitkräfte der Weg bereitet, aber der südliche Teil sollte 2006 der militärischen Nutzung entzogen werden. U.a. um mit dieser damals zugesagten Entmilitarisierung des Südteils endlich zu beginnen, führt die Aktionsgruppe die mehrtägige Besetzung durch.

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf und kommen Sie zur Aktion dazu!

Jan Stehn – Pressesprecher der Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen
0151-20 61 57 45, falls Funkloch: 0160-66 37 306