Was tun wenn die Ladung kommt

Stand: Juni 2015

Derzeit sieht es nicht danach aus, als würden die Ladungen in Kürze kommen – aber wir wollen auch hier vorbereitet sein, um am Tag X schnell und besonnen handeln zu können. Wichtig ist uns hierbei der Hinweis: Wir von der JuSe versuchen euch zu unterstützen. Letztlich sind es aber eure Prozesse und ohne eure Mitarbeit und intensive Vorbereitung gehts nicht!

Ladungsfrist
Die Mindest-Frist, die zwischen Ladung und Termin liegen muss, ist eine Woche. Meist ist der Zeitraum größer. Das kommt auf das Gericht und deren Arbeitsorganisation an. Besser ist auf jeden Fall, jetzt schon mit der inhaltlichen Vorbereitung auf die Prozesse zu beginnen!

Wenn ihr eine Ladung erhaltet:
1. meldet ihr euch bitte sofort bei der JuSe unter
kontakt@gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de!

Die Meldung sollte enthalten:

  • Eure Daten (Name, Wohnort, Mailadresse, Telefonnummer)
  • Ort, Zeit und Raum, geladene Zeug*inn*en und Aktenzeichen des Prozesses
  • Falls in der Ladung weitere Beschuldigte genannt werden, teilt uns das bitte auch mit
  • Einen Hinweis an uns, ob und welche Daten wir an andere Betroffene weitergeben dürfen (siehe 3.)
  • 2. Anhand der Meldungen an die JuSe können wir dann gemeinsam erkennen, ob mehrere Menschen zum gleichen Termin geladen wurden, also gemeinsam verhandelt werden.

    3. der nächste Schritt ist eine ganz schnelle Telefonkonferenz (Einwahldaten haben wir. Und eine Konferenz kostet nur die Gebühren eines Anrufs ins Festnetz – in der Regel also nichts). Ziel dieser Konferenz(en) ist, einen Konsens herzustellen über die Art der Prozessführung, die Strategie und das Ziel. Dabei können wir auch diedie Pressearbeit thematisieren.
    Wir können in dieser TK auch klären, ob es für euch besser ist einzeln oder gemeinsam verhandelt zu werden. Also ob ihr versuchen wollt, eine Zusammenlegung oder Abtrennung zu erreichen.

    4. Manchmal können Beschuldigte bei der Zusammenlegung / Abtrennung ein wenig mitgestalten. Zum Beispiel gibt es verschiedene Gründe, mit denen ihr eine Terminverschiebung erreichen könnt. Wir werden auch hier gerne beraten.
    Mögliche Gründe für eine Terminverschiebung könnten z.B. sein: Verhandlungsunfähigkeit, Urlaub, Unabkömmlichkeit am Arbeitsplatz oder bei Pflege von Angehörigen, Familienfeiern, Todesfall, Prüfungen (Nachweis erforderlich!)

    5. Auch, wenn ihr die Ladung zu spät bekommen habt (z.B. wegen Poststreik oder Urlaub), solltet ihr Euch ganz schnell melden. Es gibt Wege, diese „Panne“ wieder auszubügeln.

    6. Wenn ihr unsicher seid, ob ihr den Prozess allein führen könnt/wollt, gebt bitte Bescheid (am Besten mit einer Telefonnummer), dann können wir das besprechen und zusammen eine geeignete Lösung finden.

    Wenn dann die Prozesse beginnen:
    Wenn wir das alles abgesprochen haben, versuchen wir – die JuSe – Unterstützung für den Gerichtstermin zu organisieren. Das kann Prozessbeobachtung, Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit, Mahnwache, ggf. Übernachtung in Bonn umfassen. Bitte beachtet hier schon heute, dass wir das alle ehrenamtlich machen und nicht garantieren können, dass wir für alle Prozesse alles hinkriegen. Wir tun aber unser Bestes.

    Für die Prozesse selber ist es sinnvoll, sich am Vorabend in Bonn zu treffen, dort noch mal die Sachen durchzugehen, sich einzustimmen. Betrachtet es wie eine Aktion, in die gehen wir auch vorbereitet. Wir versuchen auch Unterkunft etc. in Bonn zu organisieren, hierfür melden wir uns sobald wir mehr wissen. Und: Plant Zeit ein für die Nachbesprechung in Bonn!

    Zum Schluss ist uns noch wichtig:
    Es kann noch viel Zeit vergehen bis die Ladungen kommen. Es kann auch schnell gehen. Das können wir derzeit nicht einschätzen. Fangt an euch vorzubereiten! Bereitet euch inhaltlich vor, bereitet Stellungnahmen vor, überlegt euch wie ihr den Prozess führen wollt, informiert Freunde und Bekannte…Und: Haltet uns und euch auf dem Laufenden!